Seite wählen

Die Ansprüche an die Art und Weise, wir wir Geld verdienen, verändern sich. Nicht mehr nur das Einkommen bestimmt den Beruf, sondern immer mehr auch die persönliche Freiheit, die durch unsere Arbeit mal mehr, mal weniger eingeschränkt ist.

Wie wäre es, wenn man jederzeit Urlaub machen könnte, ohne den Chef oder Vorgesetzten fragen zu müssen?

Wie wäre es, frei zu sein in der Wahl des eigenen Arbeitsplatzes und der Menschen, mit denen man arbeitet?

Wie wäre es, passive Einkommensströme zu haben, die Auszeiten erlauben, ohne, dass der Geldfluss abbricht?

 

Angesichts von immer höheren Burn-out-Raten, immer mehr Krankheiten durch Stress und Überarbeitung und nicht zuletzt durch die pandemiebedingte Veränderung der Arbeitswelt haben bereits etliche Menschen begonnen umzudenken und sind offen für neue Wege, das eigene Leben zu finenzieren.

 

Alte Glaubenssätze – Neue Möglichkeiten

Hat man im Kopf einmal den Schalter umgelegt und alte Glaubenssätze hinterfragt, die uns seit unserer Kindheit über das Geld verdienen eingetrichtert wurden, öffnet sich ein weiter Horizont an Möglichkeiten. Auf einmal bekommt man eine Idee, wie man den Schritt aus dem Hamsterrad schaffen kann, um nicht mehr von den Vorgaben anderer abhängig zu sein und für die Träume anderer zu arbeiten.

Doch, was heißt es orts- und zeitunabhängig zu arbeiten? Heißt das einfach selbständig zu sein und sich seinen Markt, seine Branche so auszuwählen, dass man Aufträge von jedem Ort der Erde aus zu einem selbst gewählten Zeitpunkt abarbeiten kann? Die Antwort ist ein klares JEIN. Für viele ist dies durchaus der erste Schritt. So braucht man lediglich einen Laptop sowie Internetanschluss, um z.B. als Grafiker, Texter, Webdesigner etc. zu arbeiten. Die Liste ließe sich noch um einiges erweitern, sodass auf diese Art und Weise sicher viele einen ersten Abstecher in die persönliche Freiheit machen können. Dennoch gibt es hier einen Nachteil, der allen Beschäftigungen dieser Art gemein ist: Man ist Selbst und Ständig. Es ist ein Tausch von Zeit gegen Geld. Viele Selbstständige rennen in diese Falle und finden sich nach kurzer Zeit als Work Around The Clock-Sklaven ihres eigenen Geschäfts wieder, weil sie nicht mehr nur noch 40 Stunden, sondern 60 und mehr Stunden die Wochen arbeiten müssen, um finanziell um die Runden zu kommen. Sie haben den Geld-Zeit-Schlüssel noch nicht durchbrochen.

 

Systemorientiertes Denken

Daher kommen alle, die wirklich langfristig persönliche Freiheit durch Orts- und Zeitungebundenheit erreichen wollen an den Punkt, an dem sie vom joborientierten Denken hin zum systemorientierten Denken gelangen. Und dies ist genau das, was einen Unternehmer von einem Selbständigen unterscheidet. Der Selbständige denkt joborientiert und hangelt sich von Auftrag zu Auftrag. Dabei ist er einer großen Konkurrenz ausgesetzt und vor allem von seiner eigenen Arbeitsleistung abhängig. Macht er Urlaub, verdient er kein Geld. Ist er krank und kann nicht arbeiten, verdient er kein Geld.

Der Unternehmer hingegen denkt systemorientiert. Er arbeitet AM Unternehmen und nicht IM Unternehmen. Seine Tätigkeit besteht darin, Systeme zu bauen, in denen er und seine Arbeitskraft nicht mehr zwingend notwendig sind, damit sie funktionieren. Er kann in den Urlaub fahren und verdient dennoch weiterhin Geld. Auch wenn er krank wird, versiegt sein Einkommensstrom nicht. Er kann sogar langfristig seinen eigenen Zeiteinsatz auf ein Minimum reduzieren, ohne dass er weniger verdient. Ein sehr unterhaltsames und gutes Beispiel hierfür ist im Buch „Die 4-Stunden-Woche“ von Tim Ferris beschrieben. Hier erhält man viele Tipps und Praxisbeispiele, wie man Systeme baut, die für einen arbeiten und die nur minimal auf die eigene Arbeitskraft angewiesen sind.

 

Das Internet als digitaler Mitarbeiter

Hier kommt bei vielen als erster Gedanke: „Das ist doch Ausbeutung, wenn man andere für sich arbeiten lässt und man selbst nichts dazutut. Da muss doch irgendwer den Kürzeren ziehen!“

Dazu lassen sich zwei Punkte sagen:

  1. Ausbeutung wäre es nur, wenn Mitarbeiter schlecht bezahlt würden und die Arbeitsbedingungen schlecht wären. Ansonsten kann das Anbieten einer Lohnarbeit keine Ausbeutung sein, da sich der Mitarbeiter bewusst für diesen Weg der Einkommensbeschaffung entscheidet.
  2. Der viel wichtigere Punkt ist jedoch, dass für ein solches System heutzutage nicht mal mehr Mitarbeiter notwendig sind. Vor allem das Internet und die Digitalisierung hat in den letzten 10 Jahren vielen Menschen persönliche und finanzielle Freiheit gebracht, ohne dass sie auch nur einen Mitarbeiter angestellt haben.

 

Affiliate Marketing als perfekter Einstieg

Viele von ihnen haben nicht mal ein eigenes Produkt und sie verkaufen auch nichts. Das große Stichwort ist hier Affiliate-Marketing oder auch Empfehlungsmarketing. Wie das funktioniert lässt sich an einem kleinen Beispiel verdeutlichen: Stell dir vor, du fährst mit deinem Auto tanken und findest eine Tankstelle, die zu dem Zeitpunkt ganz besonders niedrige Spritpreise hat. Ich bin sicher, dass du dies, wenn es im Gespräch mit einem Freund oder Bekannten um Tanken geht, erwähnst und ihm nahelegst, dort auch zu tanken. Folgt dein Bekannter nun deiner Empfehlung, hast du der Tankstelle damit einen Kunden verschafft und da wäre es doch eigentlich fair, wenn du ein wenig am Umsatz, der dadurch entsteht, beteiligt würdest. De facto würdest du jedoch verwunderte Blicke bekommen, wenn du kurz darauf bei der Tankstelle vorbeischauen und nach einer Beteiligung fragen würdest. Im Internet ist dies jedoch vollkommen anders. Hier ist es vollkommen normal, dass alle, die einem anderen Unternehmer oder Unternehmen einen Kunden verschaffen, eine Umsatzbeteiligung bekommen. So entsteht quasi eine Win-Win-Win-Situation. Auch hierzu wieder ein praktisches Beispiel:

Du bist ein Katzenfreund und hast schon viel Erfahrung mit dem Halten von Katzen als Haustiere. Diese Erfahrung  gibst du auf deiner Website / deinem Blog der sich mit dem Thema Katzen befasst weiter. Dort hast du einen Artikel veröffentlicht, in dem du über die Vor- und Nachteile von verschiedenen Katzenstreusorten berichtest. Wenn nun jemand über Google nach Tipps für Katzenstreu sucht, landet er mitunter auf deinem Artikel. Er kann sich dort informieren und findet mit Hilfe deiner Tipps aus der Praxis, das für ihn und seiner Katze beste Katzenstreu. Er kann nun über den Link, den du in den Artikel eingebaut hast, dieses Katzenstreu bestellen und du erhältst dafür eine Provision. Der Kunde freut sich über die hilfreichen Infos, der Shop freut sich über die Bestellung und du freust dich über deine Provision.

Das ist in aller Kürze das Prinzip Affiliate-Marketing. Es gibt unendlich viel mehr zu dieser spannenden Möglichkeit über das Internet Geld zu verdienen zu sagen, doch das würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Die massiven Vorteile dieser Art Business fasse ich jedoch noch einmal kurz zusammen:

  • Kein eigenes Produkt notwendig
  • Keine Mitarbeiter notwendig
  • Keine Rechnungen stellen
  • Keine Reklamationen
  • Kein Support
  • Kein Lagern und Versenden der Ware
  • und vor allem: Kein Zeit-Geld-Schlüssel. Denn: Einmal geschrieben kann ein informativer Blogartikel über Jahre hinweg immer wieder Einnahme generieren, ohne dass du dafür etwas tun musst.

 

Info-Business – Hilf anderen, verkaufe dein Wissen

Die zweite sehr interessante Möglichkeit, im Internet Geld zu verdienen, ist der Aufbau eines sog. Info-Business. Anders als im Affiliate Marketing, bei dem du ja, wie wir gesehen haben nichts verkaufst, geht es beim Info-Business darum, ein eigenes Produkt zu erstellen, welches sich dann immer und immer wieder über das Internet verkaufen lässt.

Besonders eignen sich hier Ratgeber, die ein konkretes Problem lösen. Fast jeder hat in mindestens einem Bereich mehr Wissen, als 90% aller übrigen Menschen, und viele sind bereit für dieses Wissen etwas zu bezahlen, wenn es ein Problem löst.

Bei der Erstellung eines Ratgebers kann man sowohl auf berufliches Wissen, als auch auf hobbymäßige Kenntnisse und Fähigkeiten zurückgreifen. Logisch aufbereitet in einem e-Book, Video-Kurs o.ä. lässt es sich unendlich oft und automatisiert über das Internet verkaufen und generiert so immer wieder Einkommen, ohne dass dafür direkt wieder gearbeitet werden muss.

 

Fazit

Die Entkoppelung von eingesetzter Zeit und verdientem Geld ist aus meiner Sicht eine Grundvoraussetzung für die persönliche Freiheit. Es zahlt sich meiner Meinung nach immer aus, das eigene Denken so zu verändern, dass wir nicht nach dem bestbezahlten oder sichersten Job suchen, sondern nach Möglichkeiten, wie wir uns ohne Zwänge und ohne Druck maximal persönlich weiterentwickeln können. Dazu gehört es, die eigenen Ideen und nicht die von anderen zu verwirklichen.

Denke systemorientiert. Wie dein eigenes individuelles System aussieht und wie es dir passives Einkommen verschafft, das bestimmst du selber. Zwei Grundideen habe ich dir in diesem Artikel vorgestellt. Welche du davon für dich nutzt, oder sie vielleicht auch geschickt kombinierst, hängt von deinen Vorlieben und Interessen aber auch von deiner Persönlichkeit ab, und nicht von denen anderer Personen. Bereits an diesem Punkt beginnt die Freiheit, die automatisch auch Verantwortung für die eigenen Entscheidungen mit sich bringt. Und das ist gut so!